Die Sparquote privater Haushalte liegt hierzulande seit Jahren stabil zwischen zehn und elf Prozent. Damit sind die Sparerinnen und Sparer in Deutschland weltweit zwar ganz vorn. Allerdings schwindet dieser Eindruck, wenn man den Erfolg ihrer Sparanstrengungen betrachtet. Denn: Hier ist die Art und Weise entscheidend. Für langfristige Ziele sind Investmentfonds gegenüber zinsbasierten Anlageformen oft eine interessante Alternative. Der wichtigste Grund dafür sind die Renditechancen: Ein Sparbuch oder Festgeld bringt heute meistens nur sehr geringe Zinsen und kann damit oft nicht einmal die Inflation ausgleichen.
Das bedeutet: Das Geld ist zwar sicher angelegt, aber es kann an Kaufkraft verlieren. Investmentfonds investieren dagegen in verschiedene Anlageklassen, Aktienfonds investieren etwa in Unternehmen weltweit. Historisch gesehen haben Fonds – obwohl es dabei Schwankungen gibt und der Wert des Depots zeitweise unter die eingezahlte Summe fallen kann – über lange Zeiträume im Durchschnitt gut abgeschnitten. Dadurch eignen sich Fonds besonders, wenn man über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Geld ansparen möchte. Zudem bleibt man flexibel. Denn: Fonds können in der Regel jederzeit verkauft werden. Zwar schwanken die Kurse, doch je länger der Anlagezeitraum ist, desto weniger fallen kurzfristige Schwankungen ins Gewicht.
In der Vergangenheit hat sich die Wertentwicklung langfristig meist positiv entwickelt. Kein Wunder also, dass immer mehr Sparerinnen und Sparer Investmentfonds attraktiv finden. Laut Anlegerbarometer von Union Investment sind es mehr als zwei Drittel der befragten Personen, die über Finanzen entscheiden (67 Prozent). Bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 73 Prozent.
Für den Vermögensaufbau setzen schon heute viele Anlegerinnen und Anleger auf Sparpläne mit Investmentfonds. Sie sind vielfach interessant, weil man damit bereits mit kleinen monatlichen Beiträgen den Vermögensaufbau starten kann. Ein Fondssparplan gehört zu den einfachen Sparlösungen. Er ermöglicht es insbesondere auch jungen Menschen, sich langsam mit höher rentierlichen Investments vertraut zu machen.
Die monatlichen Sparbeiträge von Fondssparplänen können jederzeit, passend zur persönlichen Lebens- und Finanzsituation, ausgesetzt, erhöht oder gesenkt werden. Lediglich bei offenen Immobilienfonds ist zu beachten, dass es Kündigungs- und Haltefristen gibt.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit. Die Fondsgesellschaft, die das Geld der Sparerinnen und Sparer annimmt, muss dieses getrennt von deren Vermögen verwahren. Das Fondsvermögen ist also Sondervermögen. Es bleibt so auch bei Zahlungsunfähigkeit der Fondsgesellschaft zu 100 Prozent in den Händen der Anlegerinnen und Anleger. Damit diese Vorgaben auch eingehalten werden, überwacht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Fondsgesellschaften und achtet streng auf die Einhaltung der gesetzlichen Regeln.
Möchten Eltern für ihre Kinder sparen, geht es zunächst um die Auswahl eines passenden Angebots. Inzwischen bieten zahlreiche Finanzdienstleister spezielle Kinderdepots an. Daher ist es erst einmal wichtig, aus dem Angebot die für die eigenen Vorstellungen passende Lösung zu finden. Im Fokus sind dabei die Kosten, das Produktangebot, die Mindestanlage und die Nutzerfreundlichkeit. Wichtig können auch zusätzliche Services sein, etwa eine professionelle Beratung oder eine staatliche Förderung, etwa die geplante Frühstart-Rente.
Idealerweise stellt der Anbieter, wie etwa Union Investment, zusätzlich einen digitalen Sparplanrechner zur Verfügung. Damit können Anlegerinnen und Anleger verschiedene Vermögensaufbauszenarien berechnen und so fundierte Entscheidungen treffen. Rechtliche und steuerliche Aspekte müssen überdies individuell beachtet werden.