Kleine Schritte, große Zukunft

Früh anfangen lohnt sich

Schon seit Lenas Geburt wächst ihr Sparkonto: Großeltern und Eltern haben regelmäßig eingezahlt und immer wieder kleine Beträge zur Seite gelegt. Doch steigende Preise, niedrige Zinsen und Inflation bremsen den Wertzuwachs spürbar. Viele Eltern möchten ihren Kindern dennoch ein finanzielles Polster für den Start ins selbstständige Leben schaffen und ihnen damit mehr Sicherheit ermöglichen. Laut Anlegerbarometer von Union Investment zählt das Sparen für Kinder seit Jahren zu den wichtigsten Sparzielen. Ob Führerschein, Ausbildung, Studium oder erste Wohnung: Gründe zum Zurücklegen gibt es viele. Deshalb lohnt es sich, möglichst früh zu beginnen. Denn gerade bei der Geldanlage für Kinder ist Zeit ein entscheidender Faktor – unabhängig davon, ob kleine oder größere Beträge regelmäßig investiert werden.

Mit Sparplänen investieren

Wie gespart wird, sollte gut überlegt sein. Ein Fondssparplan von Union Investment, dem Fondsspezialisten der Volksbanken und Raiffeisenbanken, kann in ein spezielles Kinderdepot einzahlen und verschiedene Vorteile nutzen. Beim Durchschnittspreiseffekt werden regelmäßig gleichbleibende Beträge investiert: Bei niedrigen Kursen gibt es mehr, bei höheren weniger Fondsanteile. So kann ein günstiger Durchschnittspreis entstehen. Zusätzlich wirkt der Zinseszinseffekt, wenn Erträge wieder angelegt werden und über lange Zeit weiterwachsen. Entscheidend ist daher weniger der perfekte Einstiegszeitpunkt als vielmehr das Durchhalten. Diese Ausgabe von VR Aktuell zeigt, wie Eltern mit Sparstrategien, Depotlösungen und Investmentfonds frühzeitig die finanzielle Zukunft ihrer Kinder gestalten können.

Die passende Geldanlage
Von Sparzielen bis Vermögensaufbau

Langfristig sparen mit Renditechancen

Die Sparquote privater Haushalte liegt hierzulande seit Jahren stabil zwischen zehn und elf Prozent. Damit sind die Sparerinnen und Sparer in Deutschland weltweit zwar ganz vorn. Allerdings schwindet dieser Eindruck, wenn man den Erfolg ihrer Sparanstrengungen betrachtet. Denn: Hier ist die Art und Weise entscheidend. Für langfristige Ziele sind Investmentfonds gegenüber zinsbasierten Anlageformen oft eine interessante Alternative. Der wichtigste Grund dafür sind die Renditechancen: Ein Sparbuch oder Festgeld bringt heute meistens nur sehr geringe Zinsen und kann damit oft nicht einmal die Inflation ausgleichen.

Das bedeutet: Das Geld ist zwar sicher angelegt, aber es kann an Kaufkraft verlieren. Investmentfonds investieren dagegen in verschiedene Anlageklassen, Aktienfonds investieren etwa in Unternehmen weltweit. Historisch gesehen haben Fonds – obwohl es dabei Schwankungen gibt und der Wert des Depots zeitweise unter die eingezahlte Summe fallen kann – über lange Zeiträume im Durchschnitt gut abgeschnitten. Dadurch eignen sich Fonds besonders, wenn man über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Geld ansparen möchte. Zudem bleibt man flexibel. Denn: Fonds können in der Regel jederzeit verkauft werden. Zwar schwanken die Kurse, doch je länger der Anlagezeitraum ist, desto weniger fallen kurzfristige Schwankungen ins Gewicht.

In der Vergangenheit hat sich die Wertentwicklung langfristig meist positiv entwickelt. Kein Wunder also, dass immer mehr Sparerinnen und Sparer Investmentfonds attraktiv finden. Laut Anlegerbarometer von Union Investment sind es mehr als zwei Drittel der befragten Personen, die über Finanzen entscheiden (67 Prozent). Bei den 20- bis 29-Jährigen sind es sogar 73 Prozent.

Sparpläne liegen im Trend

Für den Vermögensaufbau setzen schon heute viele Anlegerinnen und Anleger auf Sparpläne mit Investmentfonds. Sie sind vielfach interessant, weil man damit bereits mit kleinen monatlichen Beiträgen den Vermögensaufbau starten kann. Ein Fondssparplan gehört zu den einfachen Sparlösungen. Er ermöglicht es insbesondere auch jungen Menschen, sich langsam mit höher rentierlichen Investments vertraut zu machen.

Die monatlichen Sparbeiträge von Fondssparplänen können jederzeit, passend zur persönlichen Lebens- und Finanzsituation, ausgesetzt, erhöht oder gesenkt werden. Lediglich bei offenen Immobilienfonds ist zu beachten, dass es Kündigungs- und Haltefristen gibt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Sicherheit. Die Fondsgesellschaft, die das Geld der Sparerinnen und Sparer annimmt, muss dieses getrennt von deren Vermögen verwahren. Das Fondsvermögen ist also Sondervermögen. Es bleibt so auch bei Zahlungsunfähigkeit der Fondsgesellschaft zu 100 Prozent in den Händen der Anlegerinnen und Anleger. Damit diese Vorgaben auch eingehalten werden, überwacht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Fondsgesellschaften und achtet streng auf die Einhaltung der gesetzlichen Regeln.

Was ist beim Sparen für Kinder zu beachten?

Möchten Eltern für ihre Kinder sparen, geht es zunächst um die Auswahl eines passenden Angebots. Inzwischen bieten zahlreiche Finanzdienstleister spezielle Kinderdepots an. Daher ist es erst einmal wichtig, aus dem Angebot die für die eigenen Vorstellungen passende Lösung zu finden. Im Fokus sind dabei die Kosten, das Produktangebot, die Mindestanlage und die Nutzerfreundlichkeit. Wichtig können auch zusätzliche Services sein, etwa eine professionelle Beratung oder eine staatliche Förderung, etwa die geplante Frühstart-Rente.

Idealerweise stellt der Anbieter, wie etwa Union Investment, zusätzlich einen digitalen Sparplanrechner zur Verfügung. Damit können Anlegerinnen und Anleger verschiedene Vermögensaufbauszenarien berechnen und so fundierte Entscheidungen treffen. Rechtliche und steuerliche Aspekte müssen überdies individuell beachtet werden.

Familie legt gemeinsam eine Münze in ein Sparschwein, Symbol für gemeinsames Sparen und Wohnen.

Mehr als ein Finanzpolster
Von Steuervorteilen bis Finanzbildung

Welcher Name fürs Depot?

Schnell stellt sich bei einem möglichen Abschluss die Frage, auf welchen Namen das Konto oder Depot laufen soll. Wird es auf den Namen des Kindes eröffnet, etwa als speziell eingerichtetes JuniorDepot von Union Investment, gehört das Geld rechtlich dem Kind. Sobald es 18 Jahre alt wird, erhält es automatisch den vollen Zugriff auf das Konto oder Depot. Darüber sollten sich Eltern stets im Klaren sein. Wer lieber möchte, dass sein Kind später bewusst und kontrolliert an das Vermögen herangeführt wird, sollte dies frühzeitig planen oder alternativ das Depot zunächst auf den eigenen Namen führen und später übertragen.

Wird das Depot auf den Namen des Kindes eröffnet, hat das allerdings steuerliche Vorteile. Denn: Auch Kinder haben einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr. Das heißt: Bis zu dieser Grenze bleiben Kapitalerträge wie Zinsen oder Gewinne aus Fonds steuerfrei. Dafür müssen die Eltern lediglich einen Freistellungsauftrag auf den Namen des Kindes einrichten. Für viele Familien ist das ein großer Vorteil. Über die Jahre können so oft mehrere Tausend Euro steuerfrei angespart werden.

Für höhere Erträge empfiehlt sich eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV) beim Finanzamt. Diese erweitert den steuerfreien Rahmen auf bis zu 13.132 Euro pro Jahr (Stand: 2025), sofern das Kind keine anderen Einkünfte hat. Die NV-Bescheinigung gilt drei Jahre lang. Sie wird direkt bei der depotführenden Bank eingereicht. Der Vermögensaufbau bleibt damit maximal steuerschonend. Das für das Kind angesparte Kapital kann ungeschmälert wachsen.

Depot auf den Namen der Eltern

Auch wenn das Geld für das Kind gedacht ist, kann das Depot auf den Namen der Eltern geführt werden. Dabei behalten die Eltern die Kontrolle. Sie entscheiden, wie das Geld angelegt wird und wann das Kind es bekommt. Die Kapitalerträge würden dabei allerdings mit dem Steuersatz der Eltern versteuert. Wird das Geld später als Schenkung an das Kind übertragen, spielen die Steuern meist keine große Rolle, weil der Freibetrag sehr hoch ist: Eltern dürfen ihren Kindern bis zu 400.000 Euro innerhalb von zehn Jahren steuerfrei schenken.

Auch wichtig: Kapitalerträge eines Kindes haben keinen Einfluss auf das Kindergeld. Erst beim BAföG kann das eigene Vermögen des Kindes eine Rolle spielen, aber auch hier gelten Freibeträge. Normale Kindersparpläne liegen meist darunter.

Wertvolle Lerneffekte – früh starten lohnt sich

Ein Kinderdepot bietet aber noch einen weiteren Vorteil: Es kann helfen, die finanzielle Bildung der nächsten Generation zu fördern. Der Nachwuchs hat einen unmittelbaren Bezug zum eigenen Depot und kann so die Funktion der Kapitalmärkte kennenlernen.

Zwei Personen betrachten gemeinsam ein großes Display mit Diagrammen und Daten, eine hält eine Lupe.

Beim gemeinsamen Verfolgen der Depotentwicklung können generationsübergreifend wertvolle Lerneffekte in puncto Geld und Wirtschaft entstehen – Wissen, das ein Leben lang nützlich sein kann. Mit einem breit gestreuten Portfolio können Eltern ihren Kindern mehr für den Lebensweg mitgeben als ein Finanzpolster für alle Fälle. Der Einstieg gelingt bei Union Investment bereits mit einem Sparbeitrag ab 25 Euro pro Monat.

KidStarter – Finanzwissen für die ganze Familie

Interessieren Sie sich für clevere Spartipps, aktuelle Förderungen und praktische Tipps für die ganze Familie, die direkt im Alltag funktionieren? Behalten Sie mit dem kostenlosen KidStarter-Programm von Union Investment den Überblick.

Hier geht es zum KidStarter: kidstarter.de

Ein Abschlusshut liegt auf Büchern neben gestapelten Euromünzen als Symbol für Bildungskosten.

Die Mischung macht’s
Von Aktien- bis Rentenfonds

Breite Palette

Die Zusammensetzung von Investmentfonds ist verschieden. Aktienfonds investieren in Aktien, Rentenfonds in festverzinsliche Wertpapiere. Geldmarktfonds konzentrieren sich auf Geldmarktinstrumente wie Festgeld oder kurz laufende Wertpapiere, Immobilienfonds hingegen auf Immobilien. Darüber hinaus gibt es Mischfonds, bei denen es je nach Ausrichtung einen Mix der einzelnen Anlageformen gibt.

Aktienfonds

Aktienfonds investieren ausschließlich oder überwiegend in börsennotierte Unternehmen. Das Geld der Anlegerinnen und Anleger wird auf Anteile vieler Unternehmen verteilt. Häufig hält ein Aktienfonds Aktien von 50 oder mehr Unternehmen. Je nach Anlagepolitik erfolgt die Auswahl weltweit, europaweit, regional, länder- oder branchenbezogen.

Aktienfonds richten sich vor allem an Menschen, die die Chancen des Aktienmarkts nutzen und mittel- bis langfristig Vermögen aufbauen möchten. Auf lange Sicht eignen sie sich aufgrund ihres Chance-Risiko-Profils für den Vermögensaufbau. Selbst wenn Kursabschwünge berücksichtigt werden, sind sie im Vergleich zu anderen Investments langfristig meist ertragreicher. Aktienfonds können ein Depot sinnvoll strukturieren, sollten aber zur Risikoneigung passen. Denn Aktienkurse können durch Veränderungen am Kapitalmarkt schwanken, was Erträge mindern oder zu Verlusten führen kann.

Rentenfonds

Bei Rentenfonds investiert das Fondsmanagement in verzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen, Kommunalobligationen oder Unternehmensanleihen. Je nach Schwerpunkt kann ein Rentenfonds in Anleihen mit bestimmten Laufzeiten, Währungen, Regionen oder in internationale Rentenwerte investieren.

Ein steigendes Balkendiagramm mit einem nach oben geschwungenen Pfeil als Symbol für Wachstum.

Rentenfonds sind eine Alternative zur Direktanlage in Schuldverschreibungen, Bundesanleihen oder anderen verzinslichen Wertpapieren. Sie gelten als Basisinvestition und können Bestandteil eines Wertpapierdepots sein. Je nach Schwerpunkt eignen sie sich für Menschen, die ihr Geld mindestens ein Jahr anlegen, geringes bis erhöhtes Risiko eingehen und eine einfache Geldanlage wünschen.

Jetzt noch mehr erfahren

Sie möchten mehr zu Anlagemöglichkeiten oder Ansparoptionen für sich oder Ihre Kinder erfahren? Dann wenden Sie sich gern an die persönliche Beraterin oder den persönlichen Berater Ihrer Volksbank oder Raiffeisenbank vor Ort. Sie helfen Ihnen mit Ideen und Angeboten weiter, die genau Ihren individuellen Vorstellungen entsprechen. Zudem kennen sie sich bestens mit den vielen Möglichkeiten des Fondssparens aus und können Ihnen und Ihrem Nachwuchs auch hier kompetent und zielgerichtet weiterhelfen.