Kinder und Jugendliche im Fokus des gesellschaftlichen Engagements

Genossenschaftliche Werte als Fundament

Die 875 Genossenschaftsbanken in Deutschland sind stark mit ihrer Region verbunden und zugleich bundesweit vernetzt. Sie sind demokratisch organisiert und der Förderung ihrer rund 18,6 Millionen Mitglieder verpflichtet. Und sie folgen sowohl in ihrem Bankgeschäft als auch in ihrem Selbstverständnis als Unternehmen den genossenschaftlichen Werten, zum Beispiel dem Gedanken der Hilfe zur Selbsthilfe. Diese Haltung liegt in ihrer Entstehungsgeschichte begründet, denn sie sind selbst vor über 175 Jahren durch das Wirken von Sozialreformern entstanden. Daher sind gerade Genossenschaftsbanken in ihrem gesellschaftlichen Engagement besonders aktiv.

Jugendförderung im Fokus

Ihrer Rolle als Förderin der Regionen blieb die genossenschaftliche FinanzGruppe auch im Jahr 2018 treu. 145,2 Millionen Euro ließen die Volksbanken, Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken und genossenschaftlichen Spezialinstitute im Jahr 2018 den Menschen vor Ort an Spenden, Sponsorings und Stiftungserträgen deutschlandweit zukommen. Besonders viele Institute engagieren sich für Anliegen von Kindern und Jugendlichen. Ein Beispiel ist der Internationale Jugendwettbewerb „jugend creativ“, mit dem Genossenschaftsbanken aus Europa bereits im 50. Jahr die Kreativität von Heranwachsenden fördern. Auch in Bereichen wie der Finanzbildung oder dem Sport setzen sich die Institute für die Generation Zukunft ein.

1 - Kreativ und nachhaltig 50 Jahre „jugend creativ“

Mit Glück ins Jubiläumsjahr

Eine renommierte Initiative europäischer Genossenschaftsbanken, die Kindern und Jugendlichen eine Plattform zum Ausleben ihrer Fantasie bietet, ist der Internationale Jugendwettbewerb „jugend creativ“. Am 1. Oktober 2019 ist der Wettbewerb in seine 50. Runde zum Thema „Glück ist …“ gestartet – mit einem Grußwort des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin Iris Berben. Bis zum 21. Februar 2020 können sich Kinder und Jugendliche mit Bildern, Kurzfilmen und Quizlösungen beteiligen.

Weltweit größter Jugendwettbewerb

Mit mehr als 90 Millionen Einsendungen ist „jugend creativ“ heute der weltweit größte Jugendwettbewerb seiner Art. Jedes Jahr rufen Genossenschaftsbanken die junge Generation dazu auf, sich zu einem gesellschaftlich relevanten Thema kreativ zu betätigen. Derzeit gehen international knapp 700.000 Wettbewerbsbeiträge pro Jahr ein; davon rund 500.000 Beiträge aus Deutschland. Diese bemerkenswerte Resonanz wäre nicht möglich ohne das große Engagement der Lehrkräfte in den Schulen. Seit Jahrzehnten genießt „jugend creativ“ unter Teilnehmern, Pädagogen und Eltern hohes Ansehen. Zahlreiche namhafte Schirmherrinnen und Schirmherren wie Astrid Lindgren (1988), der Dalai Lama (2005) oder Cornelia Funke (2013) bestätigen die hohe Wertschätzung der Initiative.

Nachhaltige Talentförderung

Und die Kreativitätsförderung mit „jugend creativ“ wirkt. Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit Auszeichnungen wie der einwöchigen Bundespreisträgerakademie an der Ostsee prämiert und so in ihrem künstlerischen Talent ermutigt. Viele der Preisträger schlagen später auch beruflich den kreativen Weg ein – und das erfolgreich. Ein prominentes Beispiel ist der ehemalige „jugend creativ“-Preisträger und heutige Trickfilmregisseur Thomas Stellmach, der 1997 für seinen Stop-Motion-­Film „Quest“ mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. „jugend creativ“ unterstützt er heute als Bundesjuror und Experte in der Bundespreisträgerakademie. Zahlreiche weitere Teilnehmer haben ihr großes Glück im kreativen Arbeiten gefunden und von einem gestärkten Selbstbewusstsein profitiert. Damit wird deutlich: „jugend creativ“ ist nicht nur eine Momentaufnahme glück­licher Kinder und Jugendlicher, sondern nachhaltige Förderung.

Mitmachen erwünscht!

Am 50. Wettbewerb „jugend creativ“ zum Thema „Glück ist …“ können Schüler der Klassen eins bis 13 sowie Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 20 Jahren, die nicht mehr zur Schule gehen, in den Kategorien Bildgestaltung, Kurzfilm und Quiz teilnehmen. Die Wettbewerbsunterlagen sind bei den teilnehmenden Volksbanken und Raiffeisenbanken erhältlich. Dort können die Bilder und Quizscheine eingereicht werden. Kurzfilme werden auf das Videoportal www.jugendcreativ-video.de geladen. Einsendeschluss für alle Beiträge ist der 21. Februar 2020.

Mehr Informationen unter www.jugendcreativ.de

2 - Früh übt sich Finanzbildung von klein auf

Vermittlung von Finanzkompetenz bereits in jungen Jahren

„Früh übt sich“ – dieses Prinzip gilt auch mit Blick auf das Einmaleins des verantwortungsvollen Umgangs mit Geld. Eine gute finanzielle Allgemeinbildung ist elementar für jeden Einzelnen. Die genossenschaftliche FinanzGruppe fördert daher seit vielen Jahren aktiv die finanzielle Bildung. In ihrer jeweiligen Region engagieren sich Volksbanken und Raiffeisenbanken – in Kooperation mit den Schulen oder anderen Bildungsträgern vor Ort – für das Thema Finanzkompetenz. Gerade junge Menschen sollten schon früh die Grundlagen für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld erlernen. So können sie Wirtschaft besser verstehen und als Erwachsene leichter eigenverantwortlich als Wirtschaftsteilnehmer und Verbraucher handeln.

Taschengelderziehung in der Familie

Der Erwerb von Finanzkompetenz beginnt bereits im Kindesalter, vor allem mit dem Erhalt des ersten eigenen Taschengelds. Eltern händigen es meist erstmals mit dem Eintritt ihres Kindes in den Schulalltag aus. Der Einsatz von Taschengeld ist nach wie vor die effektivste Methode, mit der Heranwachsende ein vernünftiges Gefühl für Finanzen und einen differenzierten Blick auf finanzielle Belange entwickeln können. Ihr Taschengeld sollten Kinder so ausgeben können, wie es ihnen gefällt. Kritik sollte zunächst weitestgehend zurückgehalten werden, damit Kinder ihre eigenen Erfahrungen mit Geld machen können. Neben der Familie als erstem Bezugs­punkt, an dem Kinder Grundlagen der Finanzkompetenz erlernen, fördern auch Einrichtungen und Initiativen außerhalb des Elternhauses die finanzielle Allgemeinbildung. Insbesondere im Schulunterricht kann ökonomische Bildung in umfassender und strukturierter Weise vermittelt und vertieft werden.

Finanzbildungsprojekte von Genossenschaftsbanken

Um Eltern und Lehrkräfte bei der Vermittlung von Finanzbildung zu unterstützen, bringen sich Genossenschaftsbanken bereits seit Langem aktiv mit ihrem Praxiswissen ein. Ihre Initiativen zur finanziellen Allgemeinbildung sind vielfältig: Je nach konkretem Bedarf in den Schulen vor Ort helfen sie den Lehrkräften bei der Gestaltung des Unterrichts zu bestimmten Finanzthemen, zum Beispiel zum Geldmanagement, zu Verfahren des bargeldlosen Zahlungsverkehrs oder zur Rolle von Banken im Wirtschaftskreislauf. Einen hohen Grad an Praxiserfahrung bieten die zahlreichen Schülergenossenschaften, in denen Kinder und Jugendliche das Wirtschaften und die Funktionsweise eines Unternehmens von der Produktion bis zum Vertrieb unmittelbar gemeinsam erleben und erlernen. Auch digitale und spielerische Vermittlungshilfen wie Finanzbildungs-Apps, Videowettbewerbe zu Finanzthemen oder Erklärvideos werden im Rahmen der genossenschaftlichen Bildungsprojekte zunehmend eingesetzt.

Schulserviceportal Jugend und Finanzen

Einen bundesweiten Überblick über die vielfältigen genossenschaftlichen Finanzbildungsprojekte bietet das Schulserviceportal „Jugend und Finanzen“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Auf einer interaktiven Deutschlandkarte können Interessierte nach Bildungsangeboten in ihrer Region recherchieren und direkt Kontakt aufnehmen. Auch Online-Arbeitsblätter für den Schulunterricht, ein Glossar zu Finanzen A bis Z sowie aktuelle Berichte über Neuigkeiten im Bereich Finanzbildung hält das Portal bereit.

Mehr Informationen unter www.jugend-und-finanzen.de

Gut zu wissen

Das Wissen über Geld und persönliche Finanzen ist für die Deutschen der wichtigste Bildungsbereich, noch vor Gesundheit, Politik und Ernährung. Nach Expertenmeinung wird die Bedeutung in den nächsten Jahren sogar weiter zunehmen. Das geht aus einer Studie von Kantar EMNID im Auftrag der Union Investment hervor.

3 - Bewegend Engagement in Sportvereinen

Jugendförderung im Bereich Sport

Sportliche Bewegung in der Gemeinschaft fördern – das leisten die zahlreichen Sportvereine in Deutschland. Sie schaffen Foren, in denen sich die Bürgerinnen und Bürger der Region begegnen. Gerade für Kinder und Jugendliche bieten Sportvereine wichtige Plattformen für Begegnungen und die persönliche Weiterentwicklung außerhalb des Schulalltags. Zusätzlich zu ihren vielfältigen Sportangeboten zeigen viele Sportvereine auch gesellschaftliches Engagement. Sie sorgen beispielsweise mit integrativen Projekten für ein stärkeres Miteinander und ein besseres Verständnis füreinander – gerade für Kinder und Jugendliche eine wichtige Erfahrung.

„Sterne des Sports“ für engagierte Vereine

Mit der Initiative „Sterne des Sports“ würdigen Volksbanken und Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) seit 2004 Jahr für Jahr das soziale Engagement von Vereinen. Bei dem Vereinswettbewerb geht es nicht um sportliche, sondern um mitmenschliche Spitzenleistungen. Durch die Prämierungen auf Orts-, Landes- und Bundesebene flossen den teilnehmenden Vereinen bisher rund sechs Millionen Euro zugunsten ihres gesellschaftlichen Engagements zu. Viele der prämierten Vereinsprojekte fördern Kinder und Jugendliche. So werden etwa Heranwachsende motiviert, sich schon in jungen Jahren ehrenamtlich im Verein einzubringen. Es werden Inklusionscamps für Schulklassen oder therapeutische Kurse zum Beispiel für Kinder mit Fluchterfahrung oder aus schwierigen Familienverhältnissen angeboten. Mehrgenerationen-Sport­angebote sorgen für ein engeres Miteinander über Altersgrenzen hinweg.

Mehr Informationen unter www.sterne-des-sports.de

Auch in anderen Initiativen zur Sportförderung von Kindern und Jugendlichen setzen sich Genossenschaftsbanken in vielfältiger Weise ein. Im Fokus steht meist ganz bewusst die Förderung des Breitensports. Als den Regionen eng verbundene Unternehmen unterstützen Genossenschaftsbanken den Sportsgeist aller Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von sportlichen Spitzenleistungen – mit dem Ziel, Gemeinschaft und Zusammenhalt zu stärken.

Wir engagieren uns – mit Ihnen, für Sie, für die Region

Die Initiativen von Genossenschaftsbanken für Kinder und Jugendliche sind vielfältig. So vielfältig wie die Orte und Städte in Deutschland, die dort lebenden Menschen, ihr Engagement und ihre Möglichkeiten. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken kennen und schätzen diese Vielfalt – getreu dem Motto „Viele schaffen Vieles“. Sprechen Sie uns – unsere Beraterinnen und Berater – gern an. Erkundigen Sie sich nach den Schwerpunkten unseres gesellschaftlichen Engagements. Vielleicht möchten Sie sich einbringen oder davon profitieren. Wir sind für Sie da.