Den Mini-Zinsen ein Schnippchen schlagen

Anlegen statt aufgeben

Wer heute für die Zukunft vorsorgen will, hat es nicht leicht. Sind Sie auch von den Mini-Zinsen frustriert und haben schon gar keine Lust mehr, verschiedene Geldanlagen miteinander zu vergleichen? Dann sind Sie damit nicht allein. Fast jeder zweite Deutsche hat es nach vielen Jahren der immer weniger zu erzielenden Sparzinsen aufgegeben, sich weiter auf die Suche nach Geldanlagen zu machen, die eine gute Rendite abwerfen. Viele Sparer scheinen sich ihrem Schicksal einfach zu ergeben. Dabei gibt es immer noch gute Möglichkeiten, das eigene Geld chancenreich anzulegen und den Mini-Zinsen ein Schnippchen zu schlagen.

Schritt für Schritt zum eigenen Vermögen

So bieten beispielsweise Fondssparpläne attraktive Ertrags­chancen und sind gleichzeitig bequem und flexibel. Insbesondere Sparern, die noch keine Erfahrung mit Fonds besitzen, erleichtern sie mit kleineren Sparraten ab 25 Euro monatlich den Einstieg. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen vor, welche Investmentfonds es gibt, wie sie funktionieren und wie Sie damit auch im aktuellen Niedrigzinsumfeld Schritt für Schritt gut für später vorsorgen können.

1 - Wichtig zu wissen So funktionieren Fonds

Was ist eigentlich ein Investmentfonds?

Einen Fonds kann man sich vorstellen wie einen großen Topf, in dem das Geld der Anleger gesammelt wird. Damit werden dann verschiedene Wertpapiere und andere Vermögenswerte gekauft, zum Beispiel Aktien, ver­zinsliche Wertpapiere oder Immobilien. Man kann also mit nur einer Geldanlage in eine Vielzahl von Werten investieren und so an der Entwicklung der Kapitalmärkte teilhaben.

Das kommt in den Topf

Die Entscheidung, wie das Geld im Einzelnen investiert wird, übernehmen bei aktiven Fonds die Fondsmanager. Sie beobachten genau, welche Werte für den Fonds gekauft und welche daraus wieder verkauft werden. Der große Vorteil dabei: Durch die hohe Zahl an Anlagen in einem Investmentfonds wird das Risiko der Kapitalanlage auf viele verschiedene Schultern verteilt. Diese Streuung mindert das Risiko eines Verlustes, denn nur selten entwickeln sich sämtliche im Fonds enthaltenen Werte zur gleichen Zeit schlecht. Gleichzeitig kann der Anleger von positiven Entwicklungen der gehaltenen Wertpapiere profitieren.

Risiken werden oft überschätzt

Die Gefahr von Verlusten bei einer langfristigen Anlage wird dabei von den Anlegern oft überschätzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass man bei einer Aktienanlage von mehr als 15 Jahren – beispielsweise in den DAX – in der Vergangenheit im schlimmsten Fall keinen Gewinn, aber auch keinen Verlust gemacht hat.

Verfügbarkeit macht flexibel

Sparer können ihre Fondsanteile grundsätzlich jederzeit ganz oder teilweise verkaufen. Sie bleiben also flexibel. Das Vermögen ist immer verfügbar. Auch die monatlichen Raten von Fondssparplänen kann man jederzeit erhöhen oder senken – je nachdem, wie es zur aktuellen persönlichen Lebens- und Finanzsituation passt. Nur bei offenen Immobilienfonds gilt es zu beachten, dass es Kündigungs- und Haltefristen gibt. Eine Ausnahme bilden auch die Riester-Fondssparpläne für die Altersvorsorge, da sie für die Rente gedacht sind, und der Gesetzgeber entsprechende Hürden bei vorzeitiger Auflösung eingebaut hat.

Gut zu wissen

Mit einem Fondssparplan kann aus kleinen Beträgen nach und nach eine große Geldanlage werden.

Sicherheit ist wichtig

Neben der Flexibilität können sich die Sparer aber auch sicher fühlen. Denn: Die Fondsgesellschaft, die ihr Geld annimmt, muss dieses getrennt vom eigenen Vermögen verwahren. Das Fondsvermögen der Sparer ist also Sondervermögen. Es bleibt auch bei einer theoretischen Zahlungsunfähigkeit der Fondsgesellschaft zu hundert Prozent in den Händen der Anleger. Zudem ist die Investmentwirtschaft eine der am stärksten regulierten Branchen. Alle Fondsgesellschaften sind dazu verpflichtet, ausschließlich im Interesse ihrer Anleger zu handeln. Damit diese Vorgaben eingehalten werden, überwacht die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Fondsgesellschaften und achtet streng auf die Einhaltung der gesetzlichen Regeln.

Transparenz – was macht mein Geld gerade

Damit Besitzer eines Investmentfonds immer genau wissen, wie sich ihre Geldanlage entwickelt, erhalten sie alle drei Monate einen Depotauszug. Daneben gibt es zweimal im Jahr ausführliche Berichte zu jedem Fonds, in denen unter anderem die einzelnen Werte und Transaktionen aufgeführt sind. Natürlich sind auch im Internet viele Informationen über die aktuelle Aufteilung des Fondsvermögens zu finden. Hier wird detailliert aufgeschlüsselt, welche Branchen im persönlichen Fonds enthalten sind, aus welchen Regionen sie stammen und welches die größten Einzelpositionen sind. Auch die Kosten des Investmentfonds werden transparent ausgewiesen. Die Wertentwicklung können Anleger in Tageszeitungen oder im Internet jederzeit beobachten.

2 - Von Aktien bis Immobilien Welcher Fonds passt zu wem?

Die Mischung macht den Unterschied

Investmentfonds können unterschiedlich zusammen gesetzt sein. Es gibt Aktien-, Renten-, Misch- und Immobilienfonds.

Langfristig anlegen mit Aktienfonds

Mit Aktienfonds erwirbt man Anteile von verschiedenen Unternehmen aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Anleger profitieren dabei von der Geschäftsentwicklung, die sich in den Aktienkursen der Betriebe widerspiegelt. Gleichzeitig wird man als Aktienbesitzer per Dividende auch an den Gewinnen der Aktiengesellschaften beteiligt. Durch Aktienfonds haben Anleger also in besonderem Maße an den Kursentwicklungen der Kapitalmärkte teil. Da die Märkte durchaus starken Schwankungen unterliegen können, eignen sich Aktienfonds besonders für eine langfristige Geldanlage.

Rentenfonds – sinnvoll für jedes Depot

Rentenfonds investieren das Geld der Anleger in verzinsliche Wertpapiere, zum Beispiel Pfandbriefe, Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen. Sie setzen verschiedene Schwerpunkte nach Regionen, Emittenten, Währungen oder Laufzeiten. Zinsen aus diesen Wertpapieren bilden die wichtigsten Erträge von Rentenfonds.

Mit Mischfonds gut gemischt investieren

Mischfonds legen das Geld in verschiedene Investments an und mischen beispielsweise Aktien und verzinsliche Wertpapiere (siehe Abbildung). Dies ermöglicht es den Fondsmanagern, flexibel auf Entwicklungen an den Märkten zu reagieren. Erwarten sie fallende Aktienkurse, können sie im Rahmen des Anlagekonzeptes in verzinsliche Wertpapiere wechseln. Umgekehrt kann bei positiven Perspektiven am Aktienmarkt die Gewichtung in Aktien wieder erhöht werden. Interessant ist diese Fondsart besonders für Anleger, die ein Basis-Investment suchen und die Chancen mehrerer Anlageklassen nutzen möchten.

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds investieren regelmäßig in Immobilien, zum Beispiel in Bürohäuser, Einkaufszentren, Logistik- oder Hotelgebäude und Wohnimmobilien in Deutschland oder weltweit. Mit ihrem Fondsanteil beteiligen sich Käufer an diesen Immobilien. Die Fondsmanager analysieren für sie eine Vielzahl an Immobilien und achten auf eine ausgewogene Mischung der Objekte nach Größe, Nutzungsart, Branche, Alter und Region. Die Wertentwicklung bestimmen Miet- und Zinseinnahmen, die An- und Verkaufspreise sowie der aktuelle Wert der Gebäude und Grundstücke. Die Wertschwankungen sind im Vergleich zu Aktien- oder Rentenfonds meist deutlich geringer. Anleger können Anteile an offenen Immobilienfonds grundsätzlich täglich erwerben, müssen aber beim Verkauf der Anteile gesetzliche Rückgaberegeln beachten.

Gute Rendite, gutes Gewissen

Immer mehr Menschen ist bei ihren Geldanlagen Nachhaltigkeit wichtig. Auch dafür gibt es Möglichkeiten. So bietet zum Beispiel Union Investment, der Fondsspezialist der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken, nachhaltige Investmentfonds an. Hier wird besonders darauf geachtet, dass sie nur Werte enthalten, die soziale, ökologische und ethische Standards einhalten. Nicht ins Portfolio kommen beispielsweise Unternehmen, die Atomwaffen produzieren oder in deren Zulieferkette Menschenrechtsverstöße vorliegen.

Klein anfangen, viel erreichen

Man braucht kein Vermögen, um in Investmentfonds zu investieren. Das ist schon mit kleinen, monatlichen Raten ab 25 Euro möglich. Bei der Entscheidung, welcher Fonds für wen der passende ist, ist guter Rat wichtig. Mit der Genossenschaftlichen Beratung der Volksbanken und Raiffeisenbanken liegt man dabei immer richtig. Sprechen Sie uns gerne an!

Ein Fonds, viele Anlagen: so funktioniert‘s | Quelle: Union Investment

3 - Gut für später Vorsorgen mit Fonds

Riestern, aber richtig

Wer auch im Alter gut und entspannt leben möchte, sollte am besten schon in jungen Jahren vorsorgen und sich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen. Denn die wird voraussichtlich wesentlich geringer ausfallen als das letzte Arbeitseinkommen. Daher empfehlen Experten, zusätzlich privat vorzusorgen und raten beispielsweise zur Riester-Rente. Der Vorteil: Sparer werden hier vom Staat unterstützt. Denn wer riestert, bekommt Geld dazu. Besonders hohe Zulagen erhalten Familien mit Kindern. Sie müssen weniger aus eigener Tasche einzahlen, um auf die gleiche Sparsumme zu kommen wie Sparer ohne Kinder.

Eine Rente, viele Modelle

Für die Riester-Rente schließt man einen Vertrag ab, in den man regelmäßig bis zum Renteneintritt einen bestimmten Betrag einzahlt – mindestens vier Prozent des letzten Bruttogehalts, wenn man die volle staatliche Zulage erhalten will. Aber wie beim Sparen allgemein, gilt auch hier: je höher die Beiträge, desto größer die Rente. Beim Riestern stehen unterschiedliche Modelle zur Wahl. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in puncto Sicherheit, Flexibilität und Rendite.

Riester-Rente mit Renditechancen

Gute Aussichten auf Zuwächse bieten vielfach Riester-Fonds. Bei Union Investment sorgen mittlerweile rund 1,9 Millionen Menschen damit für ihr Alter vor. Der Erhalt des eingezahlten Kapitals und die Zulagen werden zum Ende der Ansparzeit garantiert, zugleich bieten Investmentfonds hohe Renditechancen. Die Angebote der Fondsgesellschaften kombinieren renditestarke Anlagen in Aktienfonds mit wertstabilen Rentenfonds.

Gut beraten, besser investieren

Und welcher Investmentfonds oder Riester-Vertrag ist jetzt der richtige für Sie? Das hängt ganz von Ihren individuellen Möglichkeiten und Zielen ab. Vereinbaren Sie am besten ein Gespräch mit dem Berater Ihrer Volksbank oder Raiffeisenbank vor Ort. Er steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und hilft Ihnen, Ihre finanzielle Zukunft nach Ihren Wünschen zu gestalten.